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Artikel im Generalanzeiger

Shakespeares Texte gesungen und gesprochen

Sankt Augustiner Renaissance-Ensemble spielt auf Original-Instrumenten im Haus Menden

Von S. Haase-Mühlbauer

Sankt Augustin. Sie leben im Wald oder am Wasser, bevölkern Sumpfgebiete und sind von mystischer Gestalt. Feen, Nymphen, Satyrn und Geister – die wundersamen Wesen entspringen einer sagenumwobenen Welt, die die Dichtkunst vergangener Jahrhunderte inspirierte und auch Musiker und Komponisten zu klingenden Kunstwerken anregte. Am Sonntagnachmittag waren sie Teil eines zauberhaften Programmes, das sich vor allem mit William Shakespeare beschäftigte. Was für viele sicherlich weniger bekannt war: In Shakespeares Werken spielt die Musik eine bedeutsame Rolle.. Mehr als einhundert Lieder („Songs“) und Instrumentalstücke sind als Kleinodien in seinen Dramen überliefert. Am Sonntag erklangen einige Shakespeare-Texte und Lieder seiner Zeit bei den „Literaturkonzerten sonntags um 6“ in Haus Menden.

Singend und sprechend sollte es auf der Bühne zugehen. Texten und Klängen wollte man gleichermaßen Raum geben. Und darum nahm der Augustiner Verein „cantando parlando“ bei seiner Gründung im Jahre 2006 auch gleich in der eigenen Namensbezeichnung auf beide künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten Bezug. Seit 2015 hat Christine Gerwig den Vorsitz bei „cantando parlando“ und legt seither verstärken Wert auf die Bedeutung der Texte für die Musik. Zeitgenossen Shakespeares ließen sich von seinen Dramen inspirieren. Und auch Zitate, Anspielungen und Parodien damals bekannter volkstümlicher Musik flossen in die Bühnenpräsentation der Dramen ein, während Lautenlieder und reine Instrumentalmusik als Zwischenmusiken erklangen. Die Songs in Shakespeares Dramen dienten der zusätzlichen Charakterisierung von Personen oder Situationen. Sie machten einen besonderen Reiz der elisabethanischen Bühne aus.

In die Zeit Shakespeares entführte im Haus Menden eine Gruppe Künstler. Während Folker Banik als erfahrener Sprecher mit wunderbarem Feinsinn einige Texte aus „Romeo und Julia“, „Othello“ und „Viel Lärm um nichts“ in deutscher Übersetzung rezitierte, sorgten Virginie (Gesang) und Kristian Gerwig (Laute) mit ihrem siebenköpfigen Renaissance-Ensemble für die passende Musik des 16. und 17. Jahrhunderts. Gesungen wurde in Originalsprache. Die Gruppe versierter Laienmusiker um das Musiker-Ehepaar Gerwig gestaltete den Ensemble-Klang authentisch und auf Nachbauten von Originalinstrumenten: Renaissanceblockflöten (Franziska Salker), Diskantgambe (Monika Oebel), Altgambe (Winfried Riwe) und Bassgambe (Hanne Döhler und Abrecht Schießer).. Ein beeindruckendes und in seinem ausgewogenen, tänzerischen und bisweilen fast intimen Zusammenspiel sehr berührendes Klangergebnis.

Wie weit der Renaissance-Künstler Shakespeare auf die Romantik gewirkt hat, will „cantando parlando“ bei einem weiteren „Literaturkonzert sonntags um 6“ erkunden. Am 20. November kann man in Haus Menden einen ganz besonderen „Sommernachtstraum“ erleben. Dann wird mit Texten Shakespeares und der durch ihn inspirierten Musik der Romantik aufgewartet.

Reservierungen unter info@cantando-parlando.de.

 

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